Circular Design - Gestaltung der Kreislaufwirtschaft

    Trotz verschiedener Aufschübe ist der Übergang zur Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) erklärtes Ziel in Europa (vgl. www.europa.eu). Dafür werden gegenwärtig verschiedene politische Weichen gestellt und umfassende Projekte initiiert (vgl. www.horizont2020.de). Gefordert werden hierzu instandsetzungsfähige Produkte geeignet für biologische oder technische Kreisläufe sowie eine Wiederverwertbarkeit von Produktteilen. Produkte müssen also ganz oder in Teilen in Kreisläufen zirkulieren, damit Abfälle vermieden oder zuletzt eine „Gesellschaft ohne Abfälle“ entstehen kann.

    Kreislaufwirtschaft - ein weiter Weg

    Greifbare Produkte sind nur der offensichtlichste Teil einer veränderten Wirtschaft. Genauso müssen Dienstleistungen, Geschäftsmodelle, Austauschbeziehungen, Märkte etc. neu definiert und gestaltet werden. Durch Globalisierung, allgegenwärtige Bedrohungen und Technologisierung hat sich unsere Gesellschaft zu einer einerseits verunsicherten, andererseits jedoch Initiative und Verantwortung übernehmen wollenden Sozialgemeinschaft gewandelt.

    Open Innovation, Wikinomics, Interaktive Wertschöpfung, Share Economy, Social Innovation, Collaborative Consumption, Crowed Sourcing, Eco Innovation, Lifestyle of Health and Sustainability etc. sind nur ein kleiner Teil der Begrifflichkeiten, die in den letzten Jahren gefunden wurden, um verschiedene Aspekte dieses ökonomischen und gesellschaftlichen Wandels zu benennen. Die technologieaffine Partizipationsgesellschaft will grundsätzlich Gutes tun, sie weiß nur nicht „wie“. Die „Gestalter von morgen“ müssen für sie nicht nur verantwortungsbewusste, kreislauffähige Produkte entwickeln, sondern ganze Wertschöpfungssysteme. Der Begriff „Gestalter“ ist dabei viel umfassender zu verstehen, als der bloße „Former“ einer ästhetischen Anmutung. Es geht ganz grundlegend um die Gestaltung von Produkt- und Prozessinnovationen (inkl. Sozial- und Öko-Innovationen) unter Einbeziehung einer gesellschaftlichen Umwelt, die fähig ist, in die Leistungserstellung und Lösungsentwicklung einbezogen zu werden und auch einbezogen werden will. Ergebnis dieser Transformation ist nicht nur die Reduzierung von Umweltbelastungen und Steigerung der Biodiversität, sondern auch die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit mit Schaffung neuer Jobs und schließlich die Steigerung der individuellen Lebensqualität und Qualität der gesellschaftlichen Beziehungen.

    Dorthin ist es ein weiter Weg! Die Konferenz Circular Design möchte einen Beitrag zur Reise dorthin leisten. Von dem viele Facetten und Dimensionen umfassenden Vorhaben „Kreislaufwirtschaft“ konzentrieren wir uns auf den Gestalter und den Gestaltungsprozess. Hier glauben wir nach 10 Jahren Ausbildung von Designern und Produktmanagern am besten ansetzen zu können.

    Die Konferenz geht deshalb folgenden Fragestellungen nach:

    • Was sind die wichtigsten Strategien und Konzepte zur Verwirklichung der Kreislaufwirtschaft?
    • Wie muss Designprozess und Produktmanagement gestaltet werden, damit die Kreislauf-wirtschaft praktisch umgesetzt werden kann?
    •  Welche Aufgaben müssen die Gestalter der Zukunft übernehmen und welche Kompetenzen benötigen sie dafür?

    Circular Design steht für die Gestaltung der Kreislaufwirtschaft und ist gleichermaßen an Designer und Manager gerichtet, die mit wachem Auge die gegenwärtigen Entwicklungen verfolgen und rechtzeitig gerüstet für die neuen Anforderungen sein wollen/müssen.

    Die Konferenz ist auf größtmögliche Interaktion und Austausch angelegt. Themen werden in Vorträgen, Workshops, Fragerunden und Diskussionen erarbeitet. Wichtig ist die Bildung einer Interessensgemeinschaft für weiteren Austausch und für gegenseitiges Lernen.

     

    Folgende Formate sind geplant:

    • Vorträge/Präsentationen
       
    • Werkstatt-Aktion "Mach kaputt, was Dich kaputt macht"
       
    • “World Café” Workshops
       
    • Ideenbörse (Markt der Möglichkeiten, um seine Projekte, Fragen, Ideen vorzustellen)
       
    • Design Pitches in Pecha Kucha Format
       
    • Fishbowl – Interaktive Experten/Teilnehmer-Diskussion
       
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Veranstalter dieses Events: Fachhochschule Salzburg
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